Typen von Terrarien

Terrarien können aus verschiedenen Materialen bestehen. Diese Materialien haben alle Vor- und Nachteile. Die meisten Terrarien bestehen aus Glas. Dieses hat den Vorteil, dass es leicht gereinigt werden kann. Andererseits ist die Wärmedämmung bei Glas nicht optimal. Deshalb sind die Kosten für das Beheizen des Terrariums in diesem Fall höher. Glas kann darüber hinaus auch nicht weiterbearbeitet werden, was zum Problem werden kann, wenn man ein Terrarium erweitern möchte.

Bei Holz fällt dieses Problem weg. Es lässt sich einfach bearbeiten. Auch die Wärmedämmeigenschaften von Holz sind besser als die von Glas. Der Nachteil bei Holz ist, dass es Feuchtigkeit speichert und es zu schimmeln beginnen kann. Somit könnte ein Hygieneproblem entstehen. Als dritte Variante bieten einige Hersteller noch Terrarien aus speziellen Dämmplatten an. Diese besitzen hervorragende Wärmedämmeigenschaften und sind leicht zu reinigen und zu bearbeiten.

Verschiedene Arten von Terrarien

Reptilien kommen in vielen Teilen der Erde vor. Dementsprechend müssen auch die Terrarien an den jeweiligen, natürlichen Lebensraum des darin zu haltenden Reptils angepasst werden. Im Folgenden werden die gängigsten Terrarientypen kurz vorgestellt.

Für Reptilien aus Wüsten- und Halbwüstengebieten wird ein Wüstenterrarium benötigt. Notwendig ist hierfür eine Lampe oder ein Spotstrahler, mit dessen Hilfe das Terrarium auf die dementsprechende Temperatur aufgeheizt werden kann. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass ein kühler, eventuell leicht feuchter Platz im Terrarium vorhanden ist. Ein Trinkgefäß ist ebenfalls erforderlich. Als Bodenbelag empfehlen sich Sand, Steine und Kies. Die Bepflanzung fällt eher karg aus. Der in Wüstengebieten übliche Morgentau wird durch Sprühen erzeugt.

Die Ausstattung eines Regenwaldterrariums variiert je nachdem, ob Boden- oder Baumbewohner im Terrarium gehalten werden. Die Temperatur beträgt in der Regel zwischen 20 und 30 Grad. Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 70 und 100 Prozent liegen. Diese wird unter anderem durch einen eingebauten Wasserfall erreicht. Auch eine automatische Beregnungsanlage sollte verbaut werden. Die Bepflanzung eines solchen Terrariums ist dicht zu gestalten. Für den Bodenbelag wird eine Mischung aus Erde, Ton, Moos und Blättern verwendet.

Bei einem Uferterrarium handelt es sich im Prinzip um ein Aquarium mit Landanteil. Vor allem Schildkröten und Wasseragamen werden in solchen Terrarien gehalten. Das Wasser wird beheizt. Die Bepflanzung des Landanteils richtet sich nach dem natürlichen Lebensraum des jeweiligen Reptils.

Klimatisch liegt ein Waldterrarium zwischen Wüsten- und Regenwaldterrarium. Der Bodenbelag ist mit dem eines Regenwaldterrariums vergleichbar. Als Bepflanzung dienen Wurzeln, Ästen, Farne, Efeu und andere bei uns heimische Pflanzen.