Haltung, Pflege und Zucht von Pythons

Grundsätzlich gilt, dass auf reine Glasterrarien verzichtet werden sollte, da die Tiere ein gewisses Sicherheitsgefühl benötigen. Deshalb sollte ein Terrarium aus einer Blickseite bestehen. Die anderen Seiten sind mit Korkplatten oder ähnlichem Material blickdicht zu gestalten. Es gibt verschiedene Arten von Pythons, die teilweise auch jeweils andere Anforderungen an ihr Terrarium stellen.

Voraussetzungen für bestimmte Pythonarten

Königspythons benötigen kein sonderlich hohes Terrarium, da sie nicht klettern. 60 cm in der Höhe reichen vollkommen aus. Länge und Tiefe sollten mindestens 120 bzw. 80 cm betragen. Das Terrarium sollte eher karg eingerichtet werden, damit die Tiere ihr Jagdgebiet überblicken. Als Unterkunft für die Schlange genügt ein umgedrehter Tontopf. Die Temperaturen sollten um die 30 Grad pendeln. Nachts dürfen sie nicht unter 24 Grad absinken.

Teppichpythons klettern gerne. Deshalb muss deren Terrarium dementsprechend hoch sein. 180 cm sind durchaus angebracht. Die Tiefe sollte mindestens 90 cm, die Länge 135 cm betragen. Je größer, desto besser. Der Schlange sind ausreichende und stabile Klettermöglichkeiten anzubieten. Auch am Boden sollten den Tieren Versteckmöglichkeiten, beispielsweise in Form eines Tontopfes, angeboten werden. Die Temperaturen müssen tagsüber bei ca. 30 Grad und nachts bei ca. 25 Grad liegen. Die Luftfeuchtigkeit pendelt ca. um 70 Prozent.

Tigerpythons können in Terrarien bis zu fünf Meter lang werden. Dementsprechend groß muss auch das Terrarium sein. Die Mindestgröße sollte 225x150x150 cm nicht unterschreitet. Außerdem benötigt ein Tigerpython noch ein entsprechend großes Wasserbecken zum Baden. Die Temperaturen sollten tagsüber bei etwa 30 Grad liegen. Eine Aufwärmstelle mit 36 Grad ist dem Tier anzubieten. Nachts wird die Temperatur um fünf Grad gesenkt.

Königspythons sind, im Gegensatz zu den meisten anderen Pythonarten, eher schlecht an Totfütterung zu gewöhnen. Das sollte vor dem Kauf eines solchen Tieres bedacht werden. Grundsätzlich fressen die meisten Arten Ratten, Mäuse und Geflügel. Speziell Tigerpythons gelten als Allesfresser. Sie machen selbst vor Kaninchen nicht Halt. Zwei- bis dreimal im Jahr sollte eine Fütterung ausgesetzt werden, um eine Verfettung der Tiere zu vermeiden.

Zucht von Pythons

Die abgelegten Eier können aus dem Terrarium genommen werden und in speziell dafür geeignete Inkubatoren gebracht werden. Dort bleiben sie, je nach Art, 60 bis 70 Tage. Tigerpythons brüten das Gelege selbst aus. Nach dem Schlüpfen der Jungtiere kümmert sich das Muttertier nicht mehr um sie. Sie sollten deshalb in ein eigenes Terrarium gebracht werden. Gefüttert werden junge Pythons mit kleinen Mäusen oder Nagetieren in ähnlicher Größe.