Haltung, Pflege und Zucht von Geckos

Da Geckos nur bedingt für Anfänger geeignet sind, sollte der Halter schon etwas Erfahrung im Umgang mit Reptilien haben. Auch das Einholen von Informationen ist ratsam. Die meisten Geckos sind nachtaktiv, dass heißt, der Halter bekommt sie tagsüber eher weniger zu Gesicht. Es gibt allerdings auch Arten, welche tagsüber munter werden. Diese sind für das Terrarium zuhause besser geeignet.

Das Terrarium sollte sich an der Größe der Tiere orientieren. Für die Haltung eines Leopard-Gecko-Paares hat das Tierschutzgesetz die Faustformel 4x3x2 jeweils multipliziert mit der Länge des Tieres festgelegt. Das ergibt ein Terrarium mit den ungefähren Abmessungen 60x45x30 cm. Je geräumiger, desto besser ist es natürlich für die Tiere.

Die Temperatur im Terrarium schwankt, je nach Art, zwischen 25 und 35 Grad tagsüber. Bei einigen Arten, wie zum Beispiel dem afrikanischen Krallengecko, muss die Temperatur nachts um bis zu zehn Grad abgesenkt werden. Auch die Luftfeuchtigkeit variiert je nach Art. Bei Geckos, die im Regenwald vorkommen, sollte sie bei ungefähr 80 Prozent liegen. Um diesen Wert zu erreichen, kann eine Beregnungsanlage verwendet werden. Aber auch das Sprühen von Hand ist möglich. Bei in Wüstengebieten vorkommenden Arten ist die Luftfeuchtigkeit dementsprechend zu verringern. Morgens sollte aber trotzdem gesprüht werden, um den Morgentau zu simulieren.

Ernährung von Geckos

Geckos ernähren sich sowohl pflanzlich als auch tierisch. Neben Grillen und Heimchen sind Maden bei den Tieren sehr beliebt. Um den natürlichen Jagdtrieb der Geckos zu befriedigen, sollte von Zeit zu Zeit ein Schälchen mit Maden in das Terrarium gestellt werden. Die Geckos fangen diese Maden dann.

Die zusätzliche Gabe von Vitaminen und Mineralstoffen kann dadurch erfolgen, dass man die Maden mit Vitamin- oder Kalkpulver bestäubt. Obst, zum Beispiel in Form von Bananenbrei, sollte ebenfalls auf dem Speiseplan von Geckos stehen.

Zucht

Vor der Zucht sollte den Tieren eine etwa zweimonatige Winterruhe ermöglicht werden. Dazu wird die Temperatur im Terrarium gesenkt und die Futtergabe eingeschränkt. Frisches Wasser sollte aber trotzdem regelmäßig gegeben werden. Nach dem Schlüpfen der kleinen Geckos sollten diese aus dem Terrarium entfernt werden, da ansonsten die Möglichkeit besteht, dass die alten Tiere ihren Nachwuchs fressen.

Die Größe des Terrariums für den Nachwuchs sollte ebenfalls nach der weiter oben beschriebenen Faustformel berechnet werden. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass das Terrarium nicht zu groß wird, da die Jungtiere ansonsten sehr viele Schwierigkeiten damit haben, ihre Beute zu fangen.